Konzert Juni 2018


Podium junger Solisten

Giuseppe Verdi
Sinfonia zur Oper »Luisa Miller« (1849)

Wilhelm Bernhard Molique
aus dem Konzert für Flöte und
Orchester d-moll, op. 39
2. Satz: Andante
3. Satz: Rondo
Solist Olivia Stolzenwald (Flöte)

Edvard Grieg
aus dem Konzert für Klavier und
Orchester, a-moll, op. 16
1. Satz: Allegro molto moderato
Solist Emil Bakiev (Klavier)

Giuseppe Verdi   
Preludio zur Oper »Rigoletto« (1851)

Eugen Reiche
Konzert für Posaune und Orchester
Nr.2 in A-Dur
Allegro maestoso
Adagio
Rondo
Solist Marius Kolb (Posaune)

Carl Heinrich Hübler
Konzert für vier Hörner und Orchester (1854–56)
Allegro maestoso
Adagio quasi andante
Allegro vivace
Solisten Nils Tenzer, Dominik  Schwab,
Severin Höß, Felix Oberdorfer (Horn)
 


Pressestimmen

SWP | Bühne frei für Top-Talente

Christa Kanand |

Auf großer Bühne mit einem Sinfonieorchester zu konzertieren, diese Chance bietet sich Nachwuchstalenten nicht oft. Umso lobenswerter, dass der Orchesterverein Ulm/Neu-Ulm und Dirigent Michael Eberhardt nach 2015 jetzt erneut zum „Podium junger Solisten“ eingeladen hatten. Einziger Wermutstropfen: Die Zuhörerkulisse im Scharff-Haus war wegen des deutschen WM-Spiels eher bescheiden.

Das attraktive Programm eröffneten die Gastgeber. An deren 60 Pulten sitzen auch Berufsmusiker und versierte Solisten. Nach anfänglichen Intonationsschwankungen der Violinisten und Blechbläser bei Verdis Ouvertüre zu „Luisa Miller“ lief es schnell rund. Gleichsam der rote Teppich wurde dann für sieben „Jugend musiziert“-Preisträger aus der Region ausgerollt. Die Solisten  musizierten unter Eberhardts wachem Dirigat künstlerisch auf hohem Niveau – vielversprechende Talente. Deren Steilvorlagen in der Begleitung gerecht zu werden, war für das Orchesterkollektiv (Konzertmeister: Stefan Peter Hatvani) Herausforderung und Ansporn zugleich.

Bühne frei hieß es für Olivia Stolzenwald, die in zwei Sätzen aus Wilhelm Bernhard Moliques spätromantischem d-Moll-Konzert bravourös in den Bann ihrer warmen Flöte zog. Der ebenfalls erst 14-jährige Emil Bakiev aus Neu-Ulm brillierte auswendig im ersten Satz aus Griegs beliebtem a-Moll-Klavierkonzert. Bewundernswert seine fulminanten Oktav-Kaskaden, atemberaubend die Solo-Kadenz. Nach dem klangsatten „Rigoletto“-Preludio des Orchestervereins gehörte die zweite Halbzeit den 16- bis 18-jährigen Bläser-Solisten. Marius Kolb interpretierte treffsicher auf der Posaune mit mal samtenem, mal schmetterndem Ton Eugen Reiches A-Dur-Konzert Nr. 2. Dem standen in Carl Heinrich Hüblers Hornquartett Nils Tenzer, Dominik Schwab, Severin Höß und Felix Oberdorfer in nichts nach. In punkto Romantik-Wehmut, Jagdhornthematik und  Stakkato-Galopp blieben die vier Könner und das Orchester nichts schuldig. Riesenapplaus.